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Eine fast wahre Geschichte....Namen werden aber nicht genannt......!!

Eine alte aber schöne Geschichte über den Ehestand und die damit verbundene Kommunikation zwischen Mann und Frau:
Ein Ehepaar war am Heiligen Abend in einer gut besuchten Einkaufsmeile unterwegs, um die letzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Während die Frau durch den Trubel marschierte, bemerkte sie auf einmal, dass ihr Mann nicht mehr da war. Sie war nicht nur überrascht, sondern auch ziemlich ärgerlich, weil sie sich beide noch eine Menge für den Nachmittag vorgenommen hatten. Ziemlich besorgt, rief sie ihn am Handy an, um zu fragen, wo er denn sei.
Der Ehemann antwortete mir ruhiger Stimme: „ Liebling, erinnerst du dich an den Juwelierladen, den wir vor ungefähr 5 Jahren besucht haben und wo du dich in das Diamanthalsband verliebt hast? Wir konnten es uns leider nicht leisten und ich habe dir gesagt, dass ich es eines Tages für dich kaufen würde.“
Die Ehefrau musste vor Rührung schlucken, fing an zu weinen und sagte: „Ja, ich erinnere mich an diesen Juwelier!“
„Nun gut,“ meinte der Mann, „ ich bin gerade in dem Fly shop daneben.“






ETWAS ZUM SCHMUNZELN........

Wenn Sie sich nicht erklären können, warum indische Hühnerfedern in Ihrem Suppenteller schwimmen, der ausgestopfte Fasan an der Garagenwand immer kürzere Schwanzfedern aufweist und Fischeier in der Badewanne herumirren, dann ist nicht Ihre Katze schuld, sondern Sie sind mit einem Fliegenfischer verheiratet. Und das bedeutet, dass Sie ein ganz und gar ungewöhnliches Leben führen dürfen.

Der Alltag ist geprägt von aufregenden Vorkommnissen, zeitliche Dimensionen verlieren an Bedeutung und der Haushalt unterliegt höheren Gesetzen. So kann man zeitweise sein Spülbecken nicht benützen, weil der Mageninhalt einer gerade gefangenen Forelle untersucht werden muss und die zu Tage tretenden halbverdauten Bachflohkrebse natürlich auch noch bewundert werden sollten. Suche ich hektisch mein weißes Salatsieb, entpuppt es sich nach einer Federnfärbeaktion als blaues Küchenutensil. Beim Ausprobieren von einschlägigen Weihnachtsgeschenken muß schon mal die Rückenlehne des Küchenstuhls daran glauben. So ein richtiger Anhieb beim Fischcomputer will dosiert sein!
Zwischendrin klingelt es und ein Anglerfreund bringt einen frischgeschlachteten noch zuckenden Gockelbalg. Natürlich ist der Gatte gerade nicht da. Wohin mit dem Viech? Bald darauf erscheint der Postbote und bringt ein druckfrisches Exemplar von einer noch nie zuvor gehörten Fliegenfischerzeitung - natürlich Hochglanz.
In seiner Bugwelle schwimmt die neueste Telefonrechnung in skandalöser Höhe. "Mann" musste mal eben den Wetterbericht an der Pazifikküste abrufen und anschließend im Internet die fishing news von North Umpqa checken. Nicht zu vergessen die langen Telefonate der Ehefrau, die ihren Fischfrust bei der Freundin loswerden musste. Zu Beginn meiner Ehe hatte ich versucht, durch Ablegen der Staatlichen Fischereiprüfung ebenfalls in die höheren Sphären des Genres vorstoßen zu können. Nachdem ich mich jedoch durch das Knüpfen von Blutknoten, das Entwirren von Perücken (von wegen Friseur!) und das Differenzieren von unterstülpigen und oberstülpigen Mäulern gekämpft hatte, stellte ich fest, dass mir Meeresfisch besser schmeckt.

Nach einigen philosophischen Grundsatzdiskussionen über Sinn und Zweck des Angelns legten Peter (Name v. d. Red. geändert) und ich die Zuständigkeitsbereiche neu fest. So bin ich nun dafür verantwortlich, zum Zollamt zu fahren, um dem verdutzten Beamten zu erklären, warum ein Paket voller wenig ansehnlicher Bälge und Federn soviel kostet und versuche krampfhaft zu beweisen, dass mein Mann kein versteckter Dealer oder Schlimmeres ist, sondern nur ein "gemeiner Fliegenfischer".

Haben wir Besuch, bemühe ich mich mit stoischem Gesichtsausdruck das Anglerlatein zu überstehen und mehr als 100 Dias vom letzten Dänemarktrip zu verhindern. Stattdessen freue ich mich auf den nächsten Badeausflug zum Eibsee. Allerdings wundere ich mich dort über unseren neuen Liegeplatz. Aber bald merke ich, dass hier eine hechtverdächtige Krautbank dem Strand vorgelagert ist und man anhand der sich dezimierenden Mitglieder einer Entenfamilie auf die Anwesenheit eines Essox schließen muss, weswegen man sich auch in gebückter Haltung dem Ufer zu nähern hat und nur Nato-olive-farbene Freizeitkleidung tragen sollte.

Beim Sonntagsspaziergang führt der Weg oft an Handarbeitsgeschäften vorbei, wo sich mein Gatte an glitzernden Chenille-Fäden und bunten Perlen begeistern kann, während ich neugierige Passantenblicke zu ignorieren versuche und verzweifelt zum nächsten Cafe schiele. Bei unserer abendlichen Runde gibt es immer einen Pflicht-Stopp am kleinen Buchwiesbacherl, wo seit Menschengedenken zwei Steinforellen hausen, deren Lebensgewohnheiten ständig aufs neue verifiziert werden müssen. Das gilt aber auch für meine, denn es kann passieren, dass auf einmal eine meiner Strumpfhosen interessanter Farbgebung verschwindet und sich in veredelter Form in Peters Fliegenschachtel wiederfindet. Ich räche mich, indem ich die stinkende uralte Barbourjacke heimlich wegschmeiße und Bestellungen an diverse Anglerversandstellen verzögere.

Urlaubsreisen beginnen ebenfalls mit einem schmerzlichen Ritual. Ich muss dann die Versandröhren für Angeruten (oder wie immer diese schrecklichen Geräte heißen) tragen, "weil die nicht so schwer wie die Koffer sind" und jongliere damit erratisch durch die Flughäfen der fliegenfischenden Welt, immer beflissen, niemanden k.o. zu schlagen. Endlich angekommen, warten wir dann gemeinsam geduldig auf die Rückgabe dieses Sondergepäcks (dauert immer doppelt so lange), um endlich Richtung Traumgewässer zu gelangen.
Dort angekommen, muss Peter schnell die vergessenen Heringe (!) fürs Zelt aus Holz zaubern, bevor er dann endlich die erste Clear-Tip-Schnur auswerfen kann. Im Getöse des pazifischen Steelheadflusses kann es dann schon passieren, dass der Angler keine anderen Geräusche mehr wahrnehmen kann, selbst die verzweifelten Hilferufe einer Ehefrau verhallen ungehört. Diese hatte, mitteleuropäischer Erziehung verhaftet, anstatt auf den Weg zu pieseln, ein stilles Örtchen im Wald gesucht und gefunden. Allerdings lag es direkt über einem unscheinbar wirkenden Flugloch von Erdwespen, die mit unheimlichen Sirren aus ihrer Behausung rasten, auf all die ungeschützten Stellen einstachen und sich schließlich noch in der panisch hochgerissenen Wathose verschanzten. Die Ehefrau holt mit letzter Nervenkraft den Ehemann vom Fluss, und sie machten sich mit düsteren Gedanken (aus unterschiedlichsten Gründen) auf den 3 Meilen langen Heimweg.

Vergeblich auf Tröstung hoffend, muss die Gattin folgende Worte vernehmen: "Werd bloß nicht ohnmächtig! I daziag di net!"
Gottseidank vermittelte wenigstens der örtliche Sheriff auf seiner abendlichen Patroillenfahrt durchs Camp einige tröstliche Worte an mich und erzählte den Zeltnachbarn stolz von der Frau, die 20 Wespenstiche überlebt hatte.


That`s life
for a fisherman`s wife.